Thunfisch regional?
Heute: Thomas Hausmann, Inhaber der Vinothek Zum Weinmeister, bekannt aus dem Gasthauses Zum Fischmeister am Starnberger See und fester Bestandteil unseres Verkostungsteams, verrät, wie man mithilfe des Karpfens auch bei exotischen Fischgerichten mehr Regionalität auf den Teller bringen kann.
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TEXT Thomas Hausmann
„Der omnipräsente, allseits beliebte Thunfisch kann in den meisten seiner Darreichungsformen – deutlich nachhaltiger und frischer – durch Karpfen ersetzt werden. Insbesondere Wildkarpfen aus sauberen, klaren Gewässern eignet sich hervorragend zum Einkochen in Öl (Dose) und somit zur Verwendung in Pasta oder Salaten wie z.B. Salade Niçoise. Das Fleisch größerer Spiegelkarpfen ähnelt farblich häufig dem tiefen Rot des Thunfisches. Grätenfrei geschnittene Filetstücke stehen als Tatar, Carpaccio oder Tataki dem Original nicht nur optisch verblüffend nahe. Durch seinen relativ hohen Fettgehalt lässt sich das Fleisch des Karpfens auch wunderbar zu Schinken und Wurst weiterverarbeiten.“