‚Aglio e Olio +’ von Patrick Farago

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So alt wie der Rausch selbst sind auch seine Folgen. Und selbst wir passionierten Genießerinnen und Genießer sind nicht davor gefeit, den Tag nach einem geselligen Beisammensein mit einer gewissen Rückkopplung im Hinterkopf oder einem leichten Rasaunen in der Magengegend durchstehen zu müssen. Um dem entgegenzuwirken, schwört manch einer auf Schonkost, während andere zu möglichst deftig-fetter Küche greifen. Die einen brauchen intensive Schärfe, die anderen möglichst basische und bekömmliche Gerichte. Ein ganz besonderes Rezept für ein solches Genesungsessen hat uns Patrick Farago aus dem Bochumer Restaurant kantine.wtf (zwei Hauben schwarz) verraten. Seine ‚Aglio e Olio +‘, von ihm augenzwinkernd ‚Kater-Kantinenfutter‘ genannt, sind sein persönliches Allheilmittel, bei dem er durchaus auch zu vermeintlich unlauteren Mitteln greift. So scheut er sich nicht, die seit jeher geltende Grundregel über die Unvereinbarkeit von Meeresfrüchten und Parmesan außer Kraft zu setzen. „Das sollten die Italiener auch endlich mal probieren“, so Farago. Wer nicht erst auf den nächsten ‚Day after‘ warten will, kann dieses Pastagericht übrigens auch sehr gut als sommerlichen Lunch begreifen. Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen und ggf. schnelle Genesung.

Patrick Farago, Küchenchef in der kantine.wtf

für 2 Personen

ZUTATEN

250 g frische Pasta
1 rote Peperoni, mittelscharf
1 Bio-Zitrone
125 ml Olivenöl
1 Bund Petersilie, glatt (rund 50 g)
½ Knolle junger Knoblauch
1 TL feine Kapern
½  Handvoll Maldon-Salz
1 Prise Piment d’Espelette
1 gute Handvoll geriebenen Parmesan
1 Pulpo-Arm, vorgegart und angebraten
3 EL Bouchot-Muscheln, gegart und gepult
4 große Garnelen, vorgegart


Zubereitung

Schritt 1: Das Olivenöl bei mittlerer Hitze in einer großen Wokpfanne erhitzen. Den Knoblauch, die Kapern und die Peperoni – alles in dünne Scheiben geschnitten – hinzugeben und langsam auslassen bzw. bräunen. Der Knoblauch darf nicht zu dunkel und somit bitter werden.

Schritt 2: Die Meeresfrüchte, auch kleingeschnitten, dazugeben. Langsam erhitzen.

Schritt 3: Derweil die Pasta in gesalzenem Wasser kochen.

Schritt 4: Sobald die Pasta fertig ist, diese, ohne sie abtropfen zu lassen, mit einer Zange und einer großzügigen Menge Pastawasser mit in die Pfanne geben. Köcheln lassen, bis das Wasser so weit reduziert ist, dass eine cremige Emulsion entsteht.

Schritt 5: Zuletzt mit dem Abrieb und dem Saft einer Zitrone, gehackter Petersilie und Parmesan – mir ist an dieser Stelle die italienische Kultur was Parmesan und Meeresfrüchte angeht egal – abschmecken und gut verrühren.

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